Die Fabel der kleinen Schnecke
   
  Es war einmal eine kleine Schnecke,
  die sich sehr wohl in ihrem kleinen Haus fühlte.
  Doch eines schönen Tages wurde durch die Unachtsamkeit
  und das Unverständnis von Menschen
  dieses kleine Häuschen zerstört.
   
  Es zerbrach in tausend Stücke
  und die kleine Schnecke war traurig und verzweifelt,
  denn sie erkannte,
  das es unmöglich war dieses Haus zu flicken.
  Zerstört in alle Ewigkeit.
   
  Es dauerte sehr lange,
  bis die kleine Schnecke ein neues Haus fand.
  Sie begann sich sehr wohl darin zu fühlen
  und kapselte sich von der grausamen Umwelt fast völlig ab.
  Sie schütze ihr kleines Häuschen mit allen Mitteln,
  die ihr zur Verfügung standen.
   
  Mit der Zeit traf sie andere Schnecken,
  denen es ähnlich ergangen war
  und so faste sie neuen Mut.
   
  Langsam begann sie ihren Kopf aus dem Häuschen zu stecken
  und erfreute sich am Tag.
  Sie kroch herum und entdeckte viel Neues in dieser Welt.
   
  Doch eines Tages wurde der Himmel grau.
  Ein Gewitter zog auf und die kleine Schnecke wurde ängstlich.
  Denn sie wusste nicht was kommen würde.
  Und so fragte sie die anderen Schnecken,
  was jetzt wohl passieren wird.
  Diese sagten zu ihr:
  „Im Leben gibt es viele solche Regentage,
  ihnen folgt aber immer die Sonne.“
   
  Die kleine Schnecke beschloss sich den Regen anzuschauen.
  Es begann zu blitzen und zu donnern,
  der Himmel wurde immer schwärzer.
  Voller Angst wollte sie sich in ihr Häuschen zurückziehen,
  doch die anderen sagten:
  „Lass deinen kleinen Kopf im freien und schau.“
   
  Der Regen tropfte schnell,
  viele Regentropfen trafen das Häuschen
  und die anderen machten ihr Mut.
   
  Doch als sie ein riesiger Regentropfen am Kopf traf
  war es der kleinen Schnecke zu viel.
   
  Der Schmerz war zu stark.
  Sie verkroch sich erneut in ihrem kleinen Häuschen
  und traute sich nicht mehr nach draußen
  obwohl schon lange wieder die Sonne schien.