Der Weg II

   
Ich bin gefangen durch eine schwarze Seele,
gefesselt an einen bunten Körper.
  Es gibt keine Welt ohne Schatten,
nur kontroverse Ansichten im grauen Alltag.
 
Der Weg vor mir verschwimmt immer stärker,
ist durch meine Augen nicht mehr klar erkennbar,
wie er es noch vor gar nicht allzu langer Zeit war.
 
Beschreiten muss ich ihn trotzdem,
auch wenn das heißt im Dunklen zu wandeln.
 
Was kann mir in diesen schweren Stunde halt geben,
wer wird mir eine Stütze sein?
  Nichts, nur ich selbst kann mich durch dieses Labyrinth führen.
Kein Gott, der für mich spricht.
Kann er es überhaupt?
  Nein!
Ich bin mein eigener Herr
und halte mein Schicksal selbst in der Hand.
Die Kraft meines Geistes wird mich führen,
wie sie es schon so oft getan hat.
Ich muss das Ziel selbst finden,
das ich für mich gewählt habe.

Es wäre töricht, meine Seele aus dem Körper zu reißen,
da er ohne ein Herz leblos zurückbliebe.
Die Seele nach außen zu tragen
und mit ihr den bunten Körper verdecken hätte auch keinen Sinn,
da ich einen Teil von mir aufgeben müsste.
 
Mein Ziel soll es sein,
mein zweigeteiltes Wesen zu einen
und dadurch einen starken,
unabhängigen Menschen zu erschaffen.
  Mit dem es mir möglich ist in der grauen Realität
zu wachsen und farbenprächtig zu blühen.